Bildungsniveau absenken mit dem neuen Schulgesetz

Bildungsniveau absenken mit dem neuen Schulgesetz

Am 11.04.2017 wurde das neue Schulgesetz im Freistaat Sachsen beschlossen. Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtete in seiner Schlagzeile dazu wie folgt: „Nach monatelangen Diskussionen ist das neue Schulgesetz durch den Landtag in Sachsen. Ein längeres gemeinsames Lernen scheiterte erneut an der der regierenden CDU. Sie setzt vor allem auf Bewährtes. Die Eigenverantwortung von Schulen und Eltern wird dagegen gestärkt. Und: Schulschließungen auf dem Land sollen künftig vermieden werden, indem auch kleinere Klassen zulässig sind“ (MDR-Bericht anzeigen).

Wenige Stunden zuvor sprach die Staatsministerin für Kultus Brunhild Kurth zur Verabschiedung des Gesetzes zur Weiterentwicklung des Schulwesens im Freistaat Sachsen am 11. April 2017 (nachzulesen hier). Im Abschluss ihrer Rede zog sie ein Resümee, an dem sie sich zukünftig messen lassen will: „Im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer ist Sachsen seit 10 Jahren an der Spitze. Sachsen hat nachweislich ein erfolgreiches, leistungsfähiges und anerkanntes Bildungssystem. Dieses haben wir stetig weiterentwickelt und dabei die bewährte Struktur nie in Frage gestellt. Das wird auch mit dem novellierten Schulgesetz so bleiben.“

Der KV Landkreis Leipzig sagt dazu: Künftig wird die Betonung auf „…wir waren 10 Jahre an der Spitze…“ liegen!

Wie kommen wir zu dieser Aussage? Am 10.05.2017 sprach MdL Andrea Kersten im Landkreis Leipzig über das neue Schulgesetz. Sie sitzt für die Alternative für Deutschland in den Landtagsausschüssen für Schule und Sport sowie für Soziales und Verbraucherschutz, Gleichstellung und Integration.

Das parlamentarische Prozedere war ein Marathon, der hinsichtlich eines inhaltlich lückenhaften und unausgereiften Gesetzentwurfes im Ergebnis zu einer Vielzahl von Änderungsanträgen führte. Frau Kersten sprach in Frohburg über die Änderungsanträge der AfD-Fraktion und darüber, warum sich das Bildungsniveau weiter absenken wird. Der Themenabend wurde begleitet von interessierten Bürgern, die ihre Erfahrungen mit dem aktuellen Schulwesen einbrachten. So sind beispielsweise weiterhin Klassenstärken bis 28 Schüler die Regel, jedes Kind kann ab sofort trotz negativer Bildungsempfehlung ein Gymnasium besuchen, wenn die Eltern dies möchten und die Inklusion soll bis 2021 vollzogen werden, indem jedes Kind, egal mit welcher Einschränkung, in die 1. Klasse einer Regelschule eingeschult werden soll (Andrea Kersten, Reden aus dem Sächsischen Landtag).

Aber was bedeutet nun Inklusion? „Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast. Jeder kann mitmachen. Zum Beispiel: Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen in der Schule. Wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit: Das ist Inklusion.“ (siehe Definition auf aktion-mensch.de)

Nun ist es in Deutschland so, dass es für Menschen mit Einschränkungen hervorragende Förderschulen mit speziell ausgebildeten Pädagogen gibt. Dort können behinderte Menschen individuell und unter Berücksichtigung ihrer Stärken und Schwächen betreut werden. Wie sinnvoll ist es, wenn in einem Klassenverband, bestehend aus 28 Schüler, beispielsweise zwei Schüler mit geistiger Behinderung inkludiert werden, dafür der Lernplan vereinfacht und verlangsamt wird und eine Sozialarbeiterin ihren Schützlingen im Unterricht zusätzlich den Lernstoff kommentiert? Wie und welches Bildungsniveau erreichen die restlichen 26 Schüler? Wer bereitet diese Schüler auf das reale Arbeitsleben vor, wo die Leistung im Vordergrund steht? Wie erfolgt dann noch die Förderung leistungsstarker Schüler, die unsere Gesellschaft später für Innovation und Fortschritt so dringend benötigt?

Und bei all diesen Fragen ist der allgemein bekannte, massive Lehrermangel und das Rekrutieren von sogenannten „Quereinsteigern“, die zum Teil gar keine pädagogische Ausbildung mitbringen, noch gar nicht berücksichtigt.

 „Mut zur Wahrheit“

 Hinweis: Wir berichteten bereits am 21.09.2016 zum Thema: "Warum brauchen wir ein neues Schulgesetz?" (siehe hier)

 

 

 

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