AfD-Kreisvorstand Landkreis Leipzig zur Dresdner Rede des Thüringer AfD-Chefs Höcke

AfD-Kreisvorstand Landkreis Leipzig zur Dresdner Rede des Thüringer AfD-Chefs Höcke

Die Dresdner Rede des Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke zur Geschichtspolitik und zur Identität der Deutschen hat der Kreisvorstand mit Unverständnis und Befremden zur Kenntnis genommen. Der Satz  „Wir Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat“, ist von dem Geschichtslehrer Höcke bewusst missverständlich formuliert worden, um zu provozieren.

Dazu erklärt der Vorsitzende des Kreisvorstandes und Bundestags-Direktkandidat Lars Herrmann: „Wenn Höcke schon die Vergangenheit bemüht, statt sich intensiver den Problemen unserer Gegenwart zu widmen, hätte er klar und unmissverständlich formulieren müssen, dass das Berliner Holocaust-Denkmal an die Vernichtung der Juden durch die Nazis erinnern soll. Dieses Verbrechen nur als Schande zu bezeichnen, ist ein viel zu milder Ausdruck.“

Mit seinen provokanten Thesen, die seine Privatmeinung darstellen und in der AfD keine Unterstützung finden, schadet Höcke allen Parteimitgliedern, die an Wahlkampfständen für die Ziele der AfD werben und die Partei als die konservative und freiheitliche Kraft in Deutschland vorstellen.
Zu unserem Grundverständnis gehört, dass wir mit der jüngeren deutschen Geschichte und insbesondere mit dem Holocaust sehr sensibel umgehen müssen. Mit seiner Dresdner Rede hat Höcke gezeigt, dass er dieser historischen Verantwortung in keiner Weise gerecht wird.

Die AfD will mit ihrer Politik Fehlentwicklungen der Gegenwart wie Euro-Desaster, Energiewende und unkontrollierte Masseneinwanderung korrigieren. Das sind die Themen, zu denen unsere Bürger von der AfD Antworten erwarten. Rückwärtsgewandten Debatten des Herrn Höcke sind völlig fehl am Platz. Höcke schadet mit seinen Alleingängen der Akzeptanz unserer Partei bei den Bürgern.

Herr Höcke sollte sich ernsthaft überlegen, die AfD zu verlassen.

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